Montag, 24. Juli 2017

Erster Kyllburger Krautwischritt am 13. August

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Einladung zur Reiterprozession zum Stiftsberg am Sonntag, 13. August 2017, 14.00 Uhr

Reiterprozessionen (wie auf dem Foto in Wallhalben, Quelle: http://www.grumbeeremarkt.de) haben an verschiedenen Orten unseres Landes eine lange Tradition. Bei uns ist dieser schöne Brauch bislang kaum bekannt. Mit der Einladung zum Krautwischritt wollen wir dem Fest Maria Himmelfahrt einen besonderen Akzent geben. Mit der Reiterprozession können wir unserem Glauben auf nicht alltägliche Weise Ausdruck verleihen.

Die Kyllburger Stiftskirche – erbaut im 13. Jahrhundert – zählt zu den herausragenden Sakralbauten unserer Region. Sie ist der Gottesmutter geweiht und feiert ihr Patrozinium an Maria Himmelfahrt, also am 15. August.

Bereits im Mittelalter zogen viele Prozessionen den Stiftsberg hinauf. Ziel der Pilger ist bis heute das Gnadenbild in der Kirche, die Kyllburger Staudenmadonna.

Zum Krautwischritt treffen wir uns mit den Reitern und ihren Pferden auf dem Parkplatz beim Edeka-Markt Kyllburg. Er liegt dem Kyllburger Bahnhof direkt gegenüber. Dort ist auch die Möglichkeit zum Parken gegeben.

Die Prozession stellt sich auf und beginnt um 14.00 Uhr. An der Spitze der Prozession tragen Reiter Kreuz und Fahnen, Mittelpunkt des Zuges ist das Allerheiligste in der Monstranz, die vom Priester getragen wird.

Der Prozessionsweg führt über die Bahnhofstraße, die Hochstraße und die Kastellstraße zur Stiftskirche.
Dort findet die Kräuterweihe statt und die Feier schließt mit dem sakramentalen Segen. Danach werden die Krautwische an die Teilnehmer verteilt.

Die Kräuterweihe

Schon im 10. Jahrhundert wurde das Fest Maria Himmelfahrt mit einer Kräuterweihe verbunden.
Bei der Zusammenstellung des Krautwischs gab man schon immer Heilkräutern den Vorzug, nahm aber auch solche Pflanzen hinzu, die man mit der Mutter Gottes durch Sage und Legende in Verbindung brachte wie Königskerze, Frauenschuh, Maßliebchen u.a.
Die Krautbundpflanzen werden vom Priester gesegnet und dann mit nach Hause genommen. Im Lauf des Jahres konnten sie auf unterschiedliche Weise genutzt werden:
Der aus dem Krautbund hergestellte Tee diente zur Bekämpfung von Krankheiten vielfacher Art. Kranken Tieren wurden die Kräuter unter das Futter gemengt; enthielt der Krautwisch auch Getreide, wurden die Körner dem neuen Saatgut hinzugefügt.
Drohte ein schweres Gewitter, so warf man Teile des Krautbundes ins Herdfeuer.
In den Sarg der Verstorbenen legte man ein Kreuz aus geweihten Kräutern.

Meistens jedoch werden die Kräuter hinter das Kreuz in der Wohnung gesteckt oder auch in den First des Hauses.

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